10.01.2018 Griff nach den Sternen

La Palma ist der Himmel auf Erden für (Hobby-)Astrologen

Veröffentlicht am: 10.01.18

München, 10. Januar 2018. Das weltweit größte optische Teleskop ist nicht genug! Die kanarische Insel La Palma bietet für Astrologen und Hobby-Sternegucker beste Voraussetzungen, um die Himmelskörper zu erforschen und zu bestaunen: Geringe Lichtverschmutzung, ein meist sternenklarer Himmel und eine nahezu reine Atmosphäre. Das Firmament hat für die Insel solch eine große Bedeutung, dass zu dessen Schutz ein Gesetz erlassen wurde – nur einer von vielen Gründen für verschiedene Länder, ihre Teleskope auf dem gut 2.400 Meter hohen Roque de los Muchachos, dem höchsten Punkt der Insel, zu platzieren. Das Observatorium gehört zu den wichtigsten und am besten ausgestatteten der Welt und hat daher in der Forschung einen großen Stellenwert. Interessierte können Führungen unter www.starsislandlapalma.es/de buchen.

Fast jede Gemeinde der Insel verfügt über „Miradores“, Aussichtspunkte, von denen aus sich das Firmament besonders gut betrachten lässt. Um den Sterneguckern die Orientierung zu erleichtern, helfen Hinweistafeln und Sternenkarten an vielen Aussichtspunkten, wie zum Beispiel am Mirador El Molino in der Gemeinde Barlovento. Die Gemeinde war die erste, die den Regeln zum Schutz des Nachthimmels nachkam. Zu den einzelnen Aussichtspunkten führen Wanderwege, andere wie die Miradores Llanos del Jable in El Paso, La Muralla in Tijarafe oder Buracas in Garafía sind auch mit dem Auto erreichbar.

 

Besonders beliebt ist bei Astro-Interessierten die Wanderung bei Vollmond entlang der Vulkanroute. Tatsächlich wirken die Fels- und Lavaformationen im Mondlicht selber wie eine lunare Landschaft. Die siebenstündige Tour verläuft auf einem Abschnitt des Großen Wanderwegs GR 131 und beginnt beim Refugio del Pilar. Ebenfalls beliebt ist der Pfad „El Bastón” auf dem oberen Abschnitt des GR-131 und des PR LP 11/12 entlang des Nationalparks Caldera de Taburiente. Sie verläuft in der Nähe der Teleskope Isaac Newton, Jacobs Kapteyn, vorbei am schwedischen Solarturm und am Gran Telescopio Canarias, dem mit 10,4 Metern Durchmesser größten optischen Teleskop der Welt. Beachtlich sind bei der Wanderung auch die Petroglyphen, Felsinschriften der ersten Einwohner der Insel. Auch sie haben laut Forschern einen Bezug zum Himmel, da sie wohl die Verehrung des Sternes Canopus darstellen.  

 

Ausgezeichnete Sicht, prämierte Natur: Nicht nur die Bedeutung des Sternenhimmels ist der UNESCO der Titel „Starlight Reserve“ wert, auch dank der großen landschaftlichen Vielfalt sowie des Naturschutzes darf sich La Palma als Biosphärenreservat bezeichnen, besteht doch etwa ein Drittel der Insel aus geschützten Gebieten.

 

Weitere Informationen zum Thema finden sich unter www.starsislandlapalma.es/de.

 

Bildmaterial zum Thema steht hier zur Verfügung (Copyright: wie angegeben oder Fremdenverkehrsamt La Palma, La Isla Bonita).

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